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Aktuelles

Kultur statt Kippe: Literatur aus dem Automaten

KulTür Regensburg dürfte vielen bereits ein Begriff sein: Der gemeinnützige Verein vermittelt an Menschen mit wenig Geld kostenfreie Eintritte zu Kulturveranstaltungen aller Art, betreut und betreibt obendrein noch die erste öffentliche Bücherzelle in Regensburg vor dem Andreasstadel. Nun sorgt KulTür für eine weitere neue kulturelle Errungenschaft: Literatur aus dem Automaten! Kleine Portionen „Literatur to go“ gibt es ab sofort bei KulTür Regensburg in der Obermünsterstraße 1. Denn dort steht jetzt ein Literaturautomat: ein ausrangierter Zigarettenautomat, der umgestaltet und mit kleinen Textboxen gefüllt wurde, die sich nach Einwurf eines Zwei-Euro-Stücks herausziehen lassen. Der Literaturautomat ist eine Erfindung der Düsseldorferinnen Pamela Granderath und Christine Brinkmann. Mit dem Ziel, Nachwuchsautoren zu fördern und eine Plattform zu schaffen, die für jedermann leicht zugänglich ist, begannen sie im Jahr 2006, alte Zigarettenautomaten umzubauen und mit kleinen Textboxen zu befüllen. Diese Textboxen enthalten in etwa 3000 Zeichen Poesie oder Kurzgeschichten, manchmal themenorientiert, meistens jedoch bunt gemischt, berührend erzählt, kreativ gestaltet und verpackt! Die Automaten, die deutschlandweit verbreitet sind, werden in regelmäßigen Abständen mit neuen Textboxen befüllt. Und das Beste: Autoren können sich mit ihren eigenen Texten bei KulTür oder auf „www.literaturautomat.eu“ bewerben. Im Herbst startet KulTür Regensburg mit einem regionalen Literatur-Autoren-Wettbewerb. „Wir sind gespannt, welcher Regensburger Autor es schafft, seine Texte sozusagen deutschlandweit „automatisch“ bekannt zu machen“, freut sich Britta Kutzner, die Geschäftsführerin von KulTür Regensburg. Der Literaturautomat steht bei KulTür Regensburg in der Obermünsterstraße 1. Öffnungszeiten: Di-Do von 9-12 Uhr und Do von 13-16 Uhr.

Bundestreffen der Bundesvereinigung kultureller Teilhabe 2018 in Wetzlar

Zwei Tage lang haben Vertreter von Kulturinitiativen aus ganz Deutschland in Wetzlar getagt. Ihr gemeinsames Ziel ist es, Menschen mit geringem Einkommen den Besuch von kulturellen Veranstaltungen in ihrer jeweiligen Stadt zu ermöglichen.
Die „Bundesvereinigung Kulturelle Teilhabe“ (BVKT) ist seit 2017 ein Verein, dem mittlerweile 22 Mitgliedsorganisationen angehören. Dazu gehören Initiativen, die Freikarten vermitteln, und sogenannte „Pass-Systeme“, mit denen der Eintritt in Veranstaltungen nur einen Euro kostet oder ganz umsonst ist.
Stadträtin Bärbel Keiner lobte das Engagement der 30 Teilnehmer aus 16 Städten. Die Bundesvereinigung will sich in die Sozial- und Kulturpolitik einmischen und helfen, das UN-Grundrecht auf Kulturelle Teilhabe durchzusetzen.
„Kultur bedeutet lebenslange Bildung. Kultur ist Inklusion im besten Sinne, und wir arbeiten alle dafür, dass auch Bürger mit geringem Einkommen teilhaben können“, betonte die Vorsitzende des Bundesvereinigung, Sabine Ruchlinski (München). Aktuelle Untersuchungen hätten gezeigt, dass kulturelle Teilhabe auch ein Beitrag zur Gesundheitsvorsorge sei, weil sie sozialer Isolation entgegenwirke. „Alle Initiativen nehmen eine eigentlich öffentliche Aufgabe wahr. Sie sollten mit staatlichen Mitteln unterstützt werden“, erklärte Ruchlinski, „Ohne feste Stellen kann die Arbeit nicht sichergestellt werden. Ehrenamtliche Strukturen benötigen hauptamtliche Organisation.“ Viele Initiativen hätten neben der Kartenvermittlung Angebote für Zielgruppen geschaffen, die besondere Betreuung benötigen. Sie sprächen damit Kinder, Jugendliche, Geflüchtete und Menschen mit Behinderung an.
Mehr Förderung und Hauptamtliche
Gerne würden die Initiativen auch Kinofilme anbieten. Hier gelte es, vor allem die Filmverleiher zu überzeugen, auf ihren Anteil am Kinopreis zu verzichten.
Wenn die Vereine um Karten für Menschen mit geringem Einkommen bitten, dann stoßen sie meistens auf offene Ohren. „Das ist überraschend, denn die Veranstalter haben zunächst keinen monetären Mehrwert davon. Aber es ist großartig, denn sie zeigen gesellschaftliche Verantwortung“, sagte Christine Krauskopf vom gastgebenden Verein „KulturTicket Lahn-Dill“.

Bürgermeisterin und Landrätin sind KulTür-Botschafterinnen

Frauenpower für KulTür –
Im November vergangenen Jahres öffnete der KulTür Regensburg e. V. seine Tür in der Obermünsterstraße. Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Landrätin Tanja Schweiger sind nun als Botschafterinnen für den Verein aktiv und unterstützen das Bestreben von KulTür.
KulTür Regensburg gibt es bereits seit dem Jahr 2015. Die Gründer haben es sich damals zur Aufgabe gemacht, nicht benötigte oder gespendete Eintrittskarten zu Kulturveranstaltungen an Empfänger von Transfer- und Sozialleistungen zu vermitteln. Das Projekt, das bis zum November 2017 als Arbeitsgemeinschaft betrieben wurde, war bis dahin im Alumneum am Ölberg verortet.
Mit dem Bezug der eigenen Räumlichkeiten habe sich viel verändert, erklärte die Geschäftsführerin Britta Kutzner: “Wir haben damit einen Raum für Begegnung geschaffen, der von den Regensburgern sehr gut angenommen wird.”
Seit November seien außerdem einige weitere ehrenamtliche Mitarbeiter dazu gekommen. Maltz-Schwarzfischer lobte die Arbeit von KulTür: “Nicht nur die Versorgung mit Lebensmitteln ist für die Menschen wichtig, sondern auch die soziale und gesellschaftliche Teilhabe. ”Besonders für die Kinder sei das Engagement von KulTür eine große Bereicherung. “Sie sollen nicht außen vor bleiben”, stellt die Bürgermeisterin fest.
Vorsitzende Dr. Miriam Pfad-Eder erklärte, dass die Scham der Menschen, zu ihnen zu kommen, sehr gering sei. “Hier ist jeder willkommen!” Der Erfolg des Projekts macht den Verantwortlichen Mut. “Wir wollen demnächst selbst in die Projektarbeit gehen”, erklärte Vorstand Dr. Carsten Lenk.Im April plant KulTür ein Leseprojekt im Rahmen der Veranstaltung “Regensburg liest ein Buch”. “Denn wir sind mehr als eine Kulturtafel”, so Lenk weiter. (Bericht MZ von Laura Lindner vom 18.03.2018)

„Wir bringen Menschen zur Kultur!“ – KulTür Regensburg ist Mitglied der Bundesvereinigung Kultureller Teilhabe e.V.

Idee und Ziel der, in der Bundesvereinigung zusammen geschlossenen Inititativen ist es, Bürgerinnen und Bürgern, die nur über ein geringes Einkommen verfügen, einen kostenfreien Zugang zu kulturellen Veranstaltungen ihres Wohnortes zu ermöglichen. Nach dem Tafel-Prinzip stellen Kulturveranstalter dazu nicht verkaufte Tickets für Theater, Konzerte, Lesungen und andere kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung, welche dann im persönlichen (Telefon-) Gespräch von Mitarbeitern an die KulturGäste vermittelt werden. Auch Initiativen, die einkommensschwachen Bürgerinnen und Bürgern „Kulturpässe“ vermitteln, mit denen das kulturelle Angebot der Stadt genutzt werden kann, gehören zur Bundesvereinigung.

Auf diese Weise gelingt es einerseits leere Kulturplätze mit Besuchern zu füllen und andererseits vielen Menschen – die es sich aufgrund ihrer finanziellen Situation sonst nicht leisten könnten – eine lebbare und kostenfreie Möglichkeit zu bieten, am kulturellen und gesellschaftlichen Leben ihrer Stadt teilzunehmen.

Die erste Mitmach-Aktion „Angel in Action 2017“

Die erste Mitmach-Aktion „Angel In A ction 2017“ der Straubinger Künstlerin Anna Listl läd alle Bürger herzlichst ein, selbst Kultur-Engel zu werden. Zwei große, bunt bemalte Engelsflügel dekorieren das Ladenfenster von KulTür in der Obermünsterstraße 1 und laden ein, sich damit fotografieren zu lassen. Anna Listl, eine junge Künstlerin aus Straubing hat für KulTür die Flügel gestaltet: „Menschen, die kulturelle Teilhabe fördern und möglich machen sind Engel und dafür möchte auch ich mich einsetzen“. Die Bilder und Fotos finden man auf Instagram unter #start2act

Gründung von KulTür e.V.

Seit dem Herbst 2017 ist KulTür e.V. (i.Gr.) ein gemeinnütziger Verein, der die Tätigkeiten und Felder von Kulturvermittlung und Teilhabe in den Fokus seiner Arbeit stellt. Seien Sie auch dabei und helfen Sie mit.

Die Idee von KulTür steht und fällt mit der Unterstützung von Menschen für Menschen. Sponsoren, Kulturträger, Sozialpartner und engagierte Ehrenamtliche sind diejenigen, die es möglich machen, dass kulturelle Teilhabe kein Luxusgut bleiben muss, sondern ein wichtiges Element für ein gutes Miteinander in einer Zeit, in der die Gesellschaft auseinander zu driften droht.

KulTür öffnet seine Türen in der Obermünsterstraße 1 – Ein sozialer Anlaufpunkt für Kulturbetreibende und Kulturbegeisterte

Wer sich in Regensburg kulturell und sozial engagiert, hat bereits davon gehört: KulTür Regensburg –lebt die Idee, Kulturteilhabe für alle zu ermöglichen.

KulTür ist die Adresse, an die man sich in Regensburg als Kulturpartner wendet, um mit Freikarten für Veranstaltungen Menschen zu unterstützen, die sich aus verschiedensten Gründen ein solches Extra, ins Kino gehen, ein Konzert besuchen, Theater erleben o.ä., finanziell nicht leisten können.

Es ist der Anlaufpunkt für die KulTür-Gäste, die mit frohem Blick und kostenlosen Veranstaltungskarten den kleinen gemütlichen Laden in der Obermünsterstraße 1 verlassen, weil sie sich auf eine tolle Veranstaltung freuen dürfen. Und diese Gäste werden wiederum von Woche zu Woche mehr.

Es ist der Ort, an dem Menschlichkeit und Begegnungen stattfinden, an dem sich Kulturen berühren und ergänzen, indem Kunst, Literatur, Schauspiel oder Musik zum Bindeglied für eine Gesellschaft werden.

Es ist ein hoch engagiertes Team von Ehrenamtlichen, das sich mit Herz und Verstand einsetzt, um den Gästen ihre Wünsche zu erfüllen. Kopf von KultTür ist eine unermüdliche Britta Kutzner, die sich als Projektleiterin und Geschäftsführerin einsetzt, Kontakte knüpft, Partner gewinnt und Projekte ins Rollen bringt, damit „Kultur für alle greifbar wird. Wir haben auf der einen Seite einen enormen Zuspruch von Sozialpartnern mit Projektideen, die Unterstützung suchen, und auf der anderen Seite wachsende Gästezahlen. Bindeglied sind Unterstützer und Sponsoren, die es uns finanziell möglich machen, dass diese Projekte umgesetzt werden können und das sich KulTür trägt,“ erklärt Britta Kutzner, „in dem Maße in dem wir Finanz- und Spendenpartner gewinnen, können wir etwas bewegen und umsetzen. Helfer, Freiwillige, Kulturtreibende und Engagierte haben wir genügend, was wir brauchen sind die praktischen finanziellen Mittel, um die anfallenden Grundkosten zu decken. Die Menschen, die bei und mit KulTür arbeiten, haben nur eines im Blick: sinnstiftende Gemeinschaftsprojekte!“

„SeitenWechsel“ – die erste öffentliche Bücherzelle in Regensburg

Lesen bringt´s!!
„Seitenwechsel“ ist der 1. öffentliche Bücherschrank in Regensburg und KulTür ist Pate!

Seit Ende Januar 2017 gibt es nun auch in Regensburg einen öffentlichen Bücherschrank, der allen Menschen offen steht, sich mit Geschichten, die das Leben schreibt, auszutauschen! Ein Team von engagierten Studenten der OTH Regensburg hat den Bücherschrank mit Unterstützung der Stadtbücherei Regensburg und weiteren Förderern initiiert. In Stadtamhof, auf dem Areal des Andreasstadls, lädt eine bunt bemalte Telefonzelle zum Schmökern in Bücher aller Art ein. Seien es Kinderbücher, Romane, Krimis, Bildbände, moderne Literatur oder Sachbücher – in der Regensburger Bücherzelle wird bestimmt jeder fündig! KulTür Regensburg hat die Patenschaft  für das Bücherschrankprojekt „SeitenWechsel“ übernommen. Eine Gruppe von KulTür-Gästen kümmert sich regelmäßig um die Pflege der Zelle und den Bestand der Bücher. Wenn Sie gut erhaltene Bücher haben, die Sie gerne an andere weitergeben wollen, dann ist der Bücherschrank der richtige Ort dafür! Und natürlich dürfen Sie auch ein Buch mitnehmen, selbst wenn Sie keines dagelassen haben – je reger der Austausch ist, umso besser!