Schreibwettbewerb

Die Farben meines Ichs / the colours of myself

Die individuellen Farben zeigen – sie in Worte fassen, zeichnen, ihnen einen Wort-Bild-Raum geben.

Der Schreibwettbewerb zum Thema „Die Farben meines Ichs“, eine Kooperationsveranstaltung von KulTür Regensburg und W1- Zentrum für junge Kultur, ruft junge Regensburgerinnen und Regensburger zu Stift und Papier, um ihren Gedanken zu diesem Thema freien Lauf zu lassen. Jeder Mensch strahlt in vielen Farben, hinterlässt vielleicht auch Farben im Leben anderer. Farben – Vielfalt – Persönlichkeit – die Farben der Welt.

Gesucht sind Texte, seien es Gedichte, Kurzgeschichten, Poetry Slam Texte oder Comics, die einen deutschlandweiten Platz in den Literaturautomaten der Initiative zakk finden möchten. Diese umgebauten Zigarettenautomaten verbreiten ganz nach dem Motto „Kultur statt Kippe, Lyrik statt Lucky Strike“ Literatur in kleinen Boxen für einen Münzeinwurf von 2€.

Die Jury wählt aus diesen Texten fünf Preisträgerinnen und Preisträger aus, deren Texte deutschlandweit in allen Literaturautomaten veröffentlicht und im Rahmen der Preisverleihung und Abschlussveranstaltung am 30. Mai 2020 einem Publikum vorgestellt werden.

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06.4.2020: Der Einsendeschluss ist vorbei! Vielen Dank für die zahlreichen Einsendungen und wundervollen Texte!
10.4.2020: Die 5 Gewinner wurden von der Jury festgelegt und schriftlich benachrichtigt!

Präsentation der 5 Gewinner-Texte
am 30.5.2020 um 10 Uhr!

Klicken Sie rechts auf die Filmklappe, dann geht es gleich los!

Workshops am 10.10.2020

Im Rahmen des Schreibwettbewerbs laden vier Workshops zum Thema „Die Farben meines Ichs“ alle jungen Leute ein, sich zu trauen, über bestimmte Gestaltungsmethoden, dem eigenen Selbst Ausdruck zu verleihen. Welche Farbe(n) gehören zu Dir und wie findest Du das heraus? Gehe mit einem der Workshopleitern und anderen Kursteilnehmern auf eine kreative Entdeckungsreise…! Du wirst staunen was in DIR steckt!

Aufgrund der aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen wird der Workshop auf den 10.10.2020 verlegt!
Anmeldungen ab Mitte September 2020 per E-Mail an: kurz.bianca@regensburg.de
Bitte Name, Alter und Workshoptitel bei der Anmeldung angeben!
Unkostenbeitrag pro Person: 4 Euro

Workshop 1:
Das Ich und das Andere

Wie geht die Sprache meines Ichs? Um an die Gefühle, Ängste, Sehnsüchte unseres Ichs, bzw. des Ichs unserer Figur zu gelangen, suchen wir nicht im Ich selber, sondern lenken den Blick auf das, was das Ich umgibt, auf das Andere. Was in der Welt um uns herum bringt die Farben unseres Ichs zum Vorschein, worin spiegeln sich die Farben meines Ichs? Ein Streit mit einer guten Freundin, ein Missverständnis in einer vollen U-Bahn, ein Unwetter auf einer Wanderung?
Mit Übungen durchforschen wir das Schreiben mit all seinen Möglichkeiten und bringen die ganz individuellen Farben unserer Ichs auf dem Papier zum scheinen.

10.10.2020 im W1
nachmittags, ca 5 Stunden (genaue Uhrzeit wird noch bekannt gegeben)
Maximale Teilnehmerzahl: 12
Stift und Papier mitbringen

Jona Manow
Freier Regisseur am Theater. Davor ein paar Jahre Regieassistent. Bachelor in Deutscher Sprache und Literatur mit Schwerpunkt „Theater und Film“ und Master in Literaturwissenschaft.

Literatur bedeutet mir:
Ziemlich verloren und überfordert gibt mir Literatur und Schreiben Trost und Halt.

„Die Farben meines Ichs“ sind…
…alle Farben des Meeres.

Workshop 2:
Farbbotschaften erkennen, entschlüsseln und anwenden

In dem Workshop „Farbbotschaften erkennen, entschlüsseln und anwenden“ wird es darum gehen Farbbotschaften aus der Alltagswelt zu bearbeiten. Die Teilnehmer erlernen dabei zugrunde liegende Prinzipien, Wirkungsmechanismen und Muster. Zudem soll es gelingen Erlerntes in praktischen Aufgaben anzuwenden und zu artikulieren.

10.10.2020 im W1
ca. 3- 5 Stunden (die genaue Uhrzeit steht noch nicht fest)
Maximale Teilnehmerzahl: 6
Bitte mitbringen: Schere, Klebestift, Malkasten, Acrylfarben, Zeitschriften mit viel Bildmaterial, Skalpell, Lineal, Block, Schreibmaterial

Fiona Gläser
Bachelor Industriedesign 2013-2017; derzeit Studium der Bildende Kunst und ästhetische Erziehung

Literatur bedeutet mir:
Literatur ist für mich eine von vielen Möglichkeiten Gedanken Ausdruck zu verleihen oder zu Gedanken anzuregen. Schreiben ist einer unzähliger Kanäle Kreativität zu kommunizieren.

„Die Farben meines Ichs“ sind…
…Blautöne

Workshop 3:
Ein Bild und 1000 Worte –

von alten Fotos und frischen Geschichten

In diesem Workshop werden wir anhand von Fotos dem Leben schreibend auf die Spur kommen. Die Fotos – aus unserem Fundus aber auch aus fremden Alben, sollen uns dabei helfen, Geschichten und Begebenheiten zu konstruieren und zu rekonstruieren. Mit Hilfe klassischer Tools zum kreativen Schreiben werden wir gemeinsam die Register von absurd, berührend, komisch und spannend ausloten und die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen lassen.

10.10.2020 im W1
5 Stunden (die genaue Uhrzeit steht noch nicht fest)
Maximale Teilnehmerzahl: 12
Bitte mitbringen: Alte Fotos von sich und aus dem Familienalbum.

Florian Toperngpong
Studium Kommunikationsdesign (FH Würzburg)
Stipendium für Creative Writing und Visual Communication in FABRICA (Italien
Gestalter, Dozent, Autor, Schauspieler, Regisseur

Literatur bedeutet mir…
…Gedanken, Ideen und Geschichten mit anderen Menschen teilen zu können. Damit wir uns gegenseitig und uns selbst besser verstehen lernen

„Die Farben meines Ichs“ sind…
…als Gestalter ganz klar CMYK

Workshop 4:
In Farben Schreiben – Wirkung von Farben im kreativen, freien Schreiben

Warum ziehen uns manche Bücher, manche Sprachstile herunter, wirken bedrückend, dunkel auf uns oder hell, bunt und fröhlich? Wie kann es sein, dass Sprache und sprachlicher Ausdruck eine Farbe tragen können? Diesen Fragen widmet sich der Kreativworkshop, indem wir hinschauen, untersuchen und vor allem selbst mittels verschiedener Kreativtechniken ausprobieren, wie wir unserer eigenen Sprache eine Farbe verleihen können.
Der Workshop setzt keine Vorerfahrungen voraus, sondern richtet sich an all diejenigen, die Lust haben sich auf Neues, Experimentelles und Verrücktes einzulassen, um Eigenes auszuprobieren.

10.10.2020 im W1
4 Stunden (die genaue Uhrzeit steht noch nicht fest)
Maximale Teilnehmerzahl: 16
Bitte mitbringen: Block, gerne weißes Blanko-Papier Schreibmaterial in verschiedenen Farben und Experimentierlaune.

Dr. phil. Miriam Pfad-Eder
Studium der Germanistik und Informationswissenschaft, Wirtschaftsmediation und Businesscoaching

Literatur bedeutet mir:
Große Freude, Welten öffnen und neue Perspektiven gewinnen. Sie ist für mich eine Antwort auf Gedankenhunger.

„Die Farben meines Ichs“ sind…
Changieren in mehrere Farbebenen, tief unten ein volles, dunkleres Blau und drüber mischen sich lindgrün bis hin zu Sonnengelb.

Die Jury

Die eingereichten Texte werden der Jury ohne personenbezogene Angaben (Name, Alter, Herkunft) vorgelegt.

Gerda Stauner,
Schriftstellerin

Kurzer Werdegang:
Nach dem Abitur absolvierte ich ein Studium der Betriebswirtschaftlehre in Rosenheim. Danach eröffnete ich ein kleines Künstlerhotel in Regensburg. Mit vierzig Jahren kam ich relativ spät zum Schreiben und veröffentlichte 2016 den ersten Band meiner Romantrilogie über die Geschichte der Oberpfalz. 2018 wurde mir für mein literarisches Schaffen und mein kulturelles Engagement der Kulturförderpreis der Stadt Regensburg verliehen. Ich gebe Workshops rund um das Thema Veröffentlichen und engagiere mich in der Lese- und Schreiförderung für Kinder und Jugendliche.

Schreiben bedeutet für mich…
…die Gelegenheit, zu recherchieren und mich mit Themen zu beschäftigen, die mir wichtig sind, um dann während des Schreibprozesses meine Fantasiefiguren mit zeitgeschichtlichen Ereignissen zu verweben und somit ein tragfähiges Gefüge entstehen zu lassen.

„Die FARBEN meines Ichs“ …
…sind nicht bunt und schillernd wie ein Paradiesvogel, sondern eher karg und zurückhaltend wie die Landschaft der Oberpfalz, in der ich aufgewachsen bin und die mir Raum gibt, meine eigenen Welten entstehen zu lassen.

PD Dr. Thomas Martinec,
Germanist

Kurzer Werdegang:
Ich habe Deutsch, Englisch und Philosophie in Mainz und New York studiert und nach dem Examen als Redakteur für eine medizinische Fachzeitschrift in Wiesbaden gearbeitet. Nach der Promotion in Mainz war ich drei Jahre am Lincoln College in Oxford und kam dann an die Universität Regensburg, wo ich Dozent für Neuere deutsche Literaturwissenschaft bin. Am meisten interessiere ich mich für die Literatur der Frühen Neuzeit und der Klassischen Moderne sowie für deren erstaunliche Aktualität.

Schreiben bedeutet für mich…
…besser zu verstehen, was mit uns los ist, denn Literatur lässt sich nicht von ein paar Tatsachen beeindrucken, sondern guckt wirklich hin (so ähnlich hat das auch Aristoteles gesehen).

„Die FARBEN meines Ichs“ …
…sind wie die Bilder des Schwarz-Weiß-Fernsehers, den meine Eltern früher hatten: Ich habe da immer alles bunt gesehen.

Der Schreibwettbewerb „Die Farben meines Ichs“ wird veranstaltet von KulTür Regensburg und W1 – Zentrum für junge Kultur
mit freundlicher Unterstützung von zakk – Zentrum für Aktion, Kultur und Kommunikation

Der Literaturautomat!
Literatur aus dem Automaten animiert nicht nur zum Lesen auch zum Selberschreiben!

KulTür Regensburg hat 2018 den ersten Literaturautomaten nach Bayern geholt! Dabei gibt es die Automaten schon seit 10 Jahren und sie sind in ganz Deutschland verteilt. Konzept und Idee stammen von den Düsseldorferinnen Pamela Granderath und Christine Brinkmann, mit dem Ziel, Nachwuchsautoren zu fördern und eine Plattform zu schaffen, die für jedermann leicht zugänglich ist.

Kultur statt Kippe und Literatur to go
Der Literaturautomat ist ein ausrangierter Zigarettenautomat, der mit kleinen Textboxen befüllt wird und die sich mit einem 2 Euro Geldstück herausziehen lassen. Die Literaturboxen enthalten mit etwa 3000 Zeichen Poesie oder Kurzgeschichten, manchmal themenorientiert, meistens jedoch bunt gemischt, berührend erzählt, kreativ gestaltet und verpackt! Die Automaten, die deutschlandweit verbreitet sind, werden in regelmäßigen Abständen mit neuen Textboxen befüllt.
Und das Beste: Autoren allen Alters und Herkunft können sich ganzjährig mit ihren eigenen Texten bewerben!!

Weitere Informationen zum Literaturautomaten!